Im Rahmen der Eröffnungsfeier des Kulturhauses „Alte Schlachterei“ findet die Vernissage von Sonny Lindgens statt.
„Künstlerische Aktivität ist ein natürlicher Bestandteil meines Lebens“
Dieses Motto bringt Sonny Lindgens‘ Einstellung auf den Punkt !
Geboren wurde sie 1949 in Schneverdingen, und schon in der Schulzeit erwachte ihr Interesse für die Bildende Kunst. Ausbildung, Familie und das Engagement in verschiedenen sozialen Bereichen waren aber zunächst vorrangig, und so wendete sie sich ab den 80er Jahren intensiv ihren eigenen künstlerischen Projekten zu. Der Münchner Künstler Günter Bernedde begleitete von 1976 an als Mentor und Berater ihre künstlerische Entwicklung .Sie arbeitete in Krefeld und ab 1993 zeitweise auch in Spanien im Bereich der Malerei, Plastik und Objektkunst, hatte gute Kontakte zu etlichen namhaften Künstlern bes. im Raum Düsseldorf und stellte dort in verschiedenen Galerien aus. In einer ZDF-Sendung 1989 stellte sie u.a. Wachs-Portrait-Collagen vor und erhielt daraufhin vom Duisburger Bildhauer Holger Schmidt die Einladung, von 1994 – 95 ein Gaststudium an der Mercator-Universität Duisburg zu absolvieren. 1996 traf sie u.a. auch Gerhard Richter, der ihr wertvolle Ratschläge zur Entwicklung eines eigenen bildnerischen Stils und zum malerischen Schaffen allgemein geben konnte.
1999 entschied sie sich schließlich für die Malerei als die ihr am meisten liegende Form künstlerischen Schaffens und eröffnete in Krefeld ihr eigenes „Atelier 99“ mit regelmäßigen Ausstellungen.
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Ab dem Jahr 2000 begann sie, großformatige Gemäldezyklen zu entwickeln, wobei sie unterschiedlichste Maltechniken und -materialien zur Umsetzung ihrer Bildthemen kombinierte. Es entstanden die Zyklen : „Das nackte Rot“, „Moments“ und „Feuerbilder“ , von denen in der Ausstellung jeweils Werke zu sehen sind.
2009 kehrte sie nach Schneverdingen zurück. In ihrem „Malraum“ in der Weststrasse arbeitet sie seitdem kontinuierlich an großformatigen Bildern, bei denen sie mit weiterhin verschiedene Materialien und Techniken sehr frei und unkonventionell kombiniert – man kann viele der Werke durchaus als spannende Beispiele für einen zeitgemäßen abstrakten Expressionismus bezeichnen, in anderen Arbeiten kombiniert sie gegenständliche mit abstrakten Elementen zu sehr freien Kompositionen.
In ihrer gesamten Arbeit, ob es sich um gegenständliche ( oft auch erotische) oder abstrakte Bildthemen handelt, läßt sich eine durchgehende gemeinsame Linie feststellen : immer kommen Dynamik, Leidenschaft, Spannung zum Ausdruck und vermitteln insgesamt ihre umfassend positive Lebenseinstellung – die Betrachtung der Werke ist nicht nur unterhaltsam, sondern bewirkt nachhaltige Eindrücke… wir freuen uns, diese Retrospektive zu ihrem 75. Geburtstag zeigen zu können. Die Ausstellung wird am 03.05. eröffnet und kann bis Ende Juni 2025 besucht werden. Am 29.Juni wird es eine Finissage mit musikalischer Begleitung geben.
Die Einführung in die Ausstellung übernimmt Dinah Maurer vom Kulturverein Schneverdingen.