Großes Finale
Die 16. Ausgabe vom plattdeutschen Bandcontest „Plattsounds“ findet in diesem Jahr in Schneverdingen statt, zehn Bands werden mit Pop, Rock, Punk, Metal, Rap oder Reggae zu hören sein. Junge Bands und Solo-Künstler*innen aus Niedersachsen waren aufgerufen, sich mit einem selbstgeschriebenen Song zu bewerben. Das Genre spielt dabei keine Rolle, das musikalische Spektrum ist vielfältig. Bands wie Fettes Brot und De Fofftig Penns haben erfolgreich gezeigt, dass moderne Musik und Plattdeutsch gut zusammenpassen. Ziel des Wettbewerbs ist es, jungen Künstler*innen die Möglichkeit zu geben, mit Plattdeutsch zu experimentieren und sich mit der Regionalsprache kreativ auszuprobieren. Da sich das Projekt explizit nicht nur an Muttersprachler*innen wendet, verfügen die meisten teilnehmenden Bands über geringe oder keine Kenntnisse des Plattdeutschen. Plattdeutsch ist daher keine Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb, die Musiker*innen werden bei der Übersetzung ihrer Texte und der Aussprache auf Wunsch vom Organisationsteam unterstützt. Im großen Finale kürt eine Jury die Siegerin oder den Sieger mit dem Titel „Bestes plattdeutsches Lied des Jahres“.
Plattsounds ist ein Kooperationsprojekt von neun Landschaften und Landschaftsverbänden aus Niedersachsen, gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Dieses Jahr wird der Wettbewerb vom Lüneburgischen Landschaftsverband ausgerichtet.
Hochkarätig und prominent besetzt ist in diesem Jahr die Jury von Plattsounds. Der plattdeutsche Bandcontest in Niedersachsen konnte u.a. Tokio Hotel-Produzent Peter Hoffmann, NDR 1-Moderatorin Ilka Brüggemann und DenManTau-Sänger Paul Weber als Juroren bzw. Jurorin für den Wettbewerb gewinnen.
Beim Plattsounds-Finale am 7. November 2026 in der Alten Schlachterei in Schneverdingen wird es die Jury aus Musikexperten und -expertinnen und Kennerinnen und Kennern der plattdeutschen Sprache nicht leicht haben: Peter Hoffmann (Produzent Tokio Hotel), Paul Weber (Frontmann DenManTau), Ilka Brüggemann (NDR 1 Niedersachsen), Jesse Franz (Fachberater für die Region und die Sprachen Niederdeutsch und Saterfriesisch im Unterricht vom Regionalen Landesamt für Schule und Bildung Lüneburg, RLSB) und Grietje Kammler (Ostfriesische Landschaft) entscheiden live vor Ort, welcher Act am meisten überzeugen konnte.

Zehn Bands und Solo-Musiker und -Musikerinnen performen einen plattdeutschen Song auf der Bühne – von Pop, Rock und Metal bis zu Hip-Hop, Punk und Reggae. Die Jurorinnen und Juroren müssen nicht nur die plattdeutsche Aussprache bewerten, sondern auch die Qualität von Musik und Texten sowie die Bühnenpräsenz.

