KZ-Züge auf der Heidebahn – wer weiß noch davon? Vor allem in der Endphase des Zweiten Weltkrieges in den Jahren 1944/1945 gab es auch bei uns sozusagen vor der Haustür Transporte mit KZ-Häftlingen. Oft waren die Züge tagelang unterwegs, zunehmend ohne Ziel. Die Menschen wurden unter unmenschlichen Bedingungen in Güterwaggons untergebracht. Bei Zwischenaufenthalten auf verschiedenen Bahnhöfen gab es manchmal etwas zu trinken oder zu essen. Massengräber an der Heidebahn in Handeloh, Wintermoor, Schneverdingen, Wolterdingen und Soltau mit über 600 Toten zeugen von der Grausamkeit der Nazi-Herrschaft.
Anlässlich des Holocaust-Gedenktages werden Antje Klingbeil, Uwe Nordhoff, Adolf Staack und Hanna Wehmeier diese Ereignisse und den Umgang mit den Tätern in der Nachkriegszeit wieder in Erinnerung rufen. Mit der Lesung verbunden ist auch die Botschaft, sich für eine freie und demokratische Gesellschaft einzusetzen und Populismus entgegenzutreten.


